Dienstag, 29.09.2020

 

Die OASE hat bei der Jugendgesundheitskonferenz der Wiener Gesundheit mitgemacht. Dieses Jahr fand diese auf Grund der Corona-Situation virtuell statt und unsere Organisation war mit zwei Beiträgen am Start. Hier sind die Beiträge unserer WG's in voller Länge - viel Spaß beim Nachmachen!

 

Genusstrainings-Workshop in einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft der OASE GmbH

In unserer Wohngemeinschaft im 9. Bezirk leben acht Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis sechzehn Jahren.

Im September haben wir in unserer WG mit der Psychologin und Psychotherapeutin Fr. Mag. Beate Handler einen Genusstrainings-Workshop durchgeführt.

In diesem Workshop ging es u.a. darum, Nahrungsmittel, die jeder kennt und isst, einmal auf andere Weise, nämlich unter Zuhilfenahme der anderen Sinne, kennenzulernen, wahrzunehmen und zu unterscheiden.

Neben der Aktivierung aller Sinne, ist jedoch auch die Achtsamkeit ein wichtiges Element beim Genusstraining. Achtsam zu sein bedeutet, die Aufmerksamkeit auf den aktuellen Moment zu lenken, das heißt, wir sind uns bewusst, dass wir etwas Bestimmtes tun. Würde man z.B. am Handy „zocken“, Fernsehen, oder am Computer arbeiten und nebenbei etwas essen, wird man nicht sehr viel vom Geschmack oder auch der Menge, die man isst, wahrnehmen.

Oft nimmt man ein Nahrungsmittel oder eine Speise zu sich und erlebt diese „nur“ mit dem Geschmackssinn (schmeckt es z.B. eher süß, salzig, sauer oder bitter?).

Man kann jedoch Knabbereien, Süßes, Speisen und Getränke auch mit den anderen Sinnen kennenlernen. Beispielsweise mit dem Geruchssinn, der sehr eng mit dem Geschmackssinn verknüpft ist. Das kann sogar bestimmte Erinnerungen wachrufen. Der Geruch von Zimt z.B. die Erinnerung an ein Weihnachtsfest in der Vergangenheit.

Auch der Hörsinn wird beim Essen mitunter aktiviert. Wie klingt es, wenn ich z.B. in einen Apfel, Chips, Vollkornweckerl oder ein anderes Lebensmittel beiße? Ist es ein krachendes, knackiges oder knuspriges Geräusch?

Mit dem Tastsinn kann man z.B. den Reifegrad von Obst oder Gemüse ertasten. Fühlt sich die Tomate fest oder bereits sehr weich (und damit reif) an? Auch mit unserer Mundhöhle tasten wir. Wir kennen das alle beispielsweise, wenn wir eine Sauce essen, die so richtig zäh, pampig und schleimig ist. Diese kann noch so gut schmecken, aber alleine aufgrund einer unangenehmen Konsistenz kommt Ekel auf.

Wir möchten Euch zwei Übungen vorstellen, die Ihr einfach, z.B. Zuhause mit Freundinnen und Freunden, nachmachen könnt.

 

Übung 1

Drei Teller jeweils mit Butterkeksen, Vollkornbrot und Knäckebrot herrichten.

Lege den Butterkeks nun abwechselnd auf die Handinnenfläche und auf den Handrücken, um das Gewicht zu erspüren. Wie fühlt sich der Keks an? Spürst Du Unterschiede? Nun streiche mit dem Keks an Deinem nackten Arm entlang. Wie fühlt sich der Keks auf Deiner Haut an?

Jetzt rieche an dem Keks. Was für Gerüche nimmst du wahr? Ertaste den Keks danach mit deinen Lippen, ohne ihn zu essen. Anschließend beiße ein kleines Stück ab, so wie es für dich angenehm ist, und lasse ihn auf Deiner Zunge liegen. Schiebe das Stück Keks im Mund herum. Was schmeckst Du? Wie verändern sich der Geschmack und die Konsistenz mit der Zeit? Am Ende kannst Du den Keks langsam kauen und runterschlucken.

Nimm nun einen neuen Keks und iss ihn so rasch wie möglich. Was ist der Unterschied zum dem langsamen Essen zuvor? Welcher Keks hat Dir besser geschmeckt?

Wiederhole diesen Vorgang mit dem Knäckebrot und danach mit dem Vollkornbrot und vergleiche die drei Sorten miteinander.

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Übung 2

Nimm Dir z.B. eine nicht geschälte Organge, schließe die Augen und nimm eine Nase voll vom dem Duft auf. Wie lange kannst Du diesen Duft wahrnehmen? Schuppere erneut an der Orange. Riecht es diesmal anders? Gibt es eine Entfernung zwischen der Nase und der Orange, bei welcher der Duft besonders angenehm ist? Ihr könnt Euch auch fragen, woher ihr den Geruch kennt. Löst das irgendwelche Phantasien oder Erinnerungen aus? Verbindet Ihr damit z.B. eine bestimmt Farbe oder Jahreszeit? Der Geruchssinn aktiviert in unseren Gehirn die Teile, die auch mit Gefühlen und Erinnerungen verbunden sind.

Uns hat dieser Workshop große Freude bereitet. Es war sehr spannend, Lebensmittel mal auf eine andere Weise und mit allen Sinnen kennenzulernen!

 

 

Moosbilder

Unsere WG hatte das Ziel lebende Bilder zu basteln. Moosbilder bestehen aus konserviertem Islandmoos und können das Wohlbefinden und die Gesundheit von Menschen auf mehreren Ebenen fördern:

  • Körperliche Ebene: Durch das Moos wird die Luftfeuchtigkeit gespeichert und dadurch das Raumklima reguliert. Gerade in Zeiten der Klimaerwärmung bieten diese Bilder vor allem im städtischen Raum eine umweltschonende Lösung Schadstoffe aus der Luft zu filtern und somit Feinstaub zu eliminieren.
  • Psychische Ebene: Neben der wärmedämmenden Funktion tragen die lebenden Bilder ebenso zum Stressabbau bei, indem man sich die Natur in die eigenen vier Wände holt. Die grüne Naturlandschaft ermöglicht aus dem grauen Stadtleben, welcher oft mit Alltagsstress geprägt ist, in die eigene Oase zu fliehen.
  • Soziale Ebene: Das gemeinsame Basteln trägt zum sozialen Austausch bei. Des Weiteren sind Moosbilder recht einfach zu gestalten und sehen unabhängig der individuellen Gestaltung immer faszinierend aus. Die Kinder und Jugendlichen können dadurch ein eigenes Produkt schaffen, indem sie ihre eigenen Ideen einfach umsetzen können. Dies trägt zu Erfolgserlebnissen bei, welche wichtig für die Anerkennung und Wertschätzung im sozialen Umfeld sind. Die Kunstwerke können im eigenen Zimmer stolz aufgehängt werden und erinnern jeden Tag an die gemeinsame Aktivität und die individuelle Fähigkeit.

 

Unsere WG ist im Sommer vor der Großstadthitze in die wilde Natur geflohen und hat den Urlaub in Kärnten genossen. Dort entstand unsere Idee, denn …

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… wie schön wäre es eigentlich, den Wald mit in die Stadt zu nehmen?

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Ganz einfach! Denn vor allem mit dem wunderschönen saftig grünen Moos, lassen sich tolle Bilder gestalten, die man sich zu Hause aufhängen kann! Diese fördern sogar die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen!

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Durch das Moos wird die Luftfeuchtigkeit gespeichert und dadurch das Raumklima reguliert. Gerade in Zeiten der Klimaerwärmung bietet dieser Schatz vor allem im städtischen Raum eine umweltschonende Lösung Schadstoffe aus der Luft zu filtern und somit Feinstaub zu eliminieren.

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Ihr benötigt folgende Materialien für diese faszinierenden und wohltuenden Bilder:

  • Konserviertes Islandmoos (gibt es in unterschiedlichen Farben in Bastelgeschäften oder auch über „Amazon Smile“ erhältlich)
  • Eine Klebepistole und Bastelkleber
  • Tiefer Bilderrahmen

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Mit dem Bastelkleber wird das Moos an dem Bilderrahmen fixiert. Die Klebepistole dient vor allem für den Halt von schweren Moosstücken.

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Den Phantasien werden hier keine Grenzen gesetzt. Die Kinder und Jugendliche können dadurch ein eigenes Produkt schaffen, indem sie ihre eigenen Ideen einfach umsetzen können (z.B. in dem man auch Kunstpflanzen, Kakteen oder Mooskugeln dazu gibt!).

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Das gemeinsame Basteln trägt zum sozialen Austausch bei. Die Erfolgserlebnisse können dadurch miteinander geteilt werden und tragen somit zur gegenseitigen Anerkennung und Wertschätzung bei!

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Neben der wärmedämmenden Funktion tragen die lebenden Bilder ebenso zum Stressabbau bei, indem man sich die Natur in die eigenen vier Wände holt. Die grüne Naturlandschaft ermöglicht aus dem grauen Stadtleben, welcher oft mit Alltagsstress geprägt ist, in die eigene Oase zu fliehen.

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Donnerstag, 17.09.2020

 

Ein außergewöhnlicher Sommer neigt sich dem Ende zu. Zeit sich ein wenig nostalgisch im schwächer werdenden Sonnenlicht an ihn zu erinnern.

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Donnerstag, 06.08.2020

 

Unsere Partner*innen-Organisation OASIS SOCIALIS sucht Verstärkung! Alle Bewerbungsformalitäten finden sich hier.

 

Montag, 13.07.2020

 

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In diesem Jahr werden einige unserer Wohngemeinschaften an der Jugendgesundheitskonferenz für den 9. Bezirk teilnehmen. Initiiert wird die Jugendgesundheitskonferenz von der Wiener Gesundheitsförderung. Ziele bilden u. a. die Stärkung der Gesundheitskompetenzen der Kinder und Jugendlichen sowie die Sensibilisierung für die Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit. Aufgrund der Corona-Krise kann die Konferenz verständlicherweise nicht in gewohnter Manier - in Form einer Art Messe - stattfinden. Stattdessen wird es Ende September eine Online-Phase geben, in welcher die Projekte auf Facebook in Form von Bildern, Texten, GIFs etc. präsentiert werden. Kinder und Jugendliche unserer Wohngemeinschaften als auch der Partner*innen-Organisation Oasis Socialis KIJU planen gemeinsam mit den Sozialpädagog*innen derzeit Projekte wie Moosbilder, Naturkosmetik sowie einen Genuss-Workshop. Mehr Informationen gibt es hier.

 

Dienstag, 09.06.2020

 

Der Sommer ist da! Zeit für unsere Bewohner*innen und Pädagog*innen sich von der Schönheit der Natur inspirieren zu lassen. Ein Picknick-Korb, Regenbogen und eine Rikscha haben dabei noch nie gestört.

 

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Mittwoch 13.05.2020

 

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"OK... genug vorm Fernseher gechillt..."

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"Lasst uns kochen!..."

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"...und lecker Schupfnudeln machen."

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"Ins Rohr damit!"

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"Noch den Tisch schön decken."

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"Nach solch gelungenem Essen muss eine Runde abgesteppt werden!"

 

 

Dienstag 28.04.2020

 

Was tun in der Krise?

Corona hat unseren Alltag fest im Griff – und auch nach knapp 6 Wochen gibt es immer noch mehr Fragen als Antworten.

  • Wie ist der Alltag mit Jugendlichen voller Freiheitsdrang und Lebenslust am besten zu bewältigen?
  • Wie kann der Kontakt zu den Angehörigen und auch im Helfer*innensystem aufrecht erhalten bleiben?
  • Wie kann es bewerkstelligt werden, dass jede/r schulisch die notwendige Förderung und den angemessenen Platz am Kinder-PC in der WG erhält?
  • Was lässt sich in der WG alles anbieten, um ausreichend Beschäftigung für alle Interessensgebiete der Kinder und Jugendlichen zu offerieren?
  • Wie kann Spannungsabbau auf kleinem Raum erfolgen?
  • Wie können wir auftauchenden Ängsten begegnen?
  • Wie können sich Betreute und Mitarbeiter*innen im gemeinsamen Alltag am besten schützen?
  • Wer hilft uns im Anlassfall mit Expertise, Schutzausrüstung etc.?
  • Wie kann der Austausch im Team weiterhin erfolgen?
  • Diese Fragen lassen sich noch lange fortsetzen…, je nachdem, wie sehr man ins Detail gehen mag bzw. mit der tatsächlichen Umsetzung befasst ist.

Die Bedrohung durch das Corona-Virus ist zunächst einmal weder zu spüren noch zu sehen. Doch die alltäglichen Beschränkungen sind so präsent wie die mediale Berichterstattung und der erforderliche Umgang damit: Wir halten Abstand. Wir stehen füreinander ein, keiner bleibt zurück.

Medial wird der Bereich der stationären Jugendwohlfahrt – wie in „normalen“ Zeiten auch -  kaum erwähnt. Doch es gibt uns – und wir sind für unsere Betreuten in unseren Funktionen wichtiger denn je. Unser Grundsatz lautet: Alle Hoffnung liegt im Handeln. Dementsprechend erfolgt nun eine fragmentarische Aufzählung dessen, was wir alles zusätzlich tun:

  • Vorlesestunden abhalten
  • sichere Ersatzräume im Gebäude schaffen und aufsuchen, um die Gruppen zur Freizeitgestaltung immer wieder nach Interessenslagen trennen zu können
  • alle City-Walks erkunden
  • Süßigkeiten-Spenden, um die gute Laune zu erhalten
  • Radfahren / Rollerfahren gehen
  • gemeinsam mit allen Jugendlichen „Distance-Cooking“ betreiben (jede/r Bewohnerin in ihrer Trainingswohnung kocht ein Detail eines mehrgängigen Menüs. Das Essen wird zeitgleich in den einzelnen Wohnungen bei offener Türe eingenommen
  • Joggen gehen
  • jeden Vormittag 3 Unterrichtseinheiten anbieten
  • mit Lehrer*innen kreative Beschulungspläne koordinieren
  • Sonder-Beurlaubungen für jene Betreuten erwirken, die sich mit den Beschränkungen ganz besonders schwe tun
  • externe Online-Beratungen in Anspruch nehmen
  • Online-Teamsitzungen abhalten, um den internen Austausch sicherzustellen
  • den bevorstehenden Sommerurlaub der Gruppen in Österreich planen
  • Oster-Rätselrally veranstalten
  • Unentdeckte Regionen Wiens erkunden: Orte in Wien aufsuchen (im Sinne des erlaubten Spazierengehens), welche die Kinder und Jugendlichen kaum kennen
  • „Grätzelspaziergänge“ mit besonderen Schwerpunkten (z.B. Erklärung zur geschichtlichen Bedeutung von Straßennamen)
  • jene Personen (Familien, Freund*innen) aktiv kontaktieren, die man vermisst
  • Pakete verschicken und auf Pakete warten
  • Spielesammlungs-Tauschbörse machen
  • Spenden verteilen
  • die Zeitlimits für die Nutzung elektronischer Medien hinaufsetzen
  • Kindern und Jugendlichen immer wieder erklären, welche Risiken mit Übertritten von Ausgangsbeschränkungen einhergehen
  • vermehrt Aufräumen und Ausmisten
  • Stoff-MNS-Masken nähen
  • Feste (Ostern etc.) organisieren und feiern
  • soweit möglich erforderliches Freizeitequipment bereitstellen
  • Austausch zwischen Therapeut*innen und Betreuten organisieren
  • den Keller als Fitness- und Bewegungsraum adaptieren
  • Kinder-Koch-Woche durchführen
  • Beratungsangebot nutzen
  • Informationen geben – Ängste abbauen

Auch diese Liste kann man beliebig lange fortsetzen.

Wir wollen uns eher auf die passenden Antworten konzentrieren als auf eine vollständige Fragensammlung.

Wir wollen handeln – sowie wir dies immer gewohnt sind zu tun.

Wir finden kreative Lösungen für komplexe Problemstellungen – nicht nur jetzt.

Dank unserer Mitarbeiter*innen, die großartige Arbeit leisten, und dank jenen Freund*innen und Wegbegleiter*innen der OASE, die uns unterstützen.

 

 

Dienstag 14.04.2020

 

Der Osterhase kommt auch dieses Jahr in unseren WG's vorbei. Frohe Ostern im Nachhinein!

 

Ostern in der 1 1

Unsere Bewohnerin N. dazu: "Wir haben Ostern in der WG gefeiert. Wir haben Eier bemalt und gefärbt und Osterlamm gegessen und wir haben Kresse Eier gemacht. Der Osterhase hat uns die Nester in den Zimmern versteckt. Wir haben zum Abendessen Pizza gegessen." 🐣🐰🍕

Frühling

Ostergeschenke

 

 

Mittwoch 08.04.2020

 

In Zeiten von Krisen heißt es auch in unseren WGs: fit bleiben, sowohl körperlich als auch geistig. ॐ

 

wir bleiben am Ball

wir halten uns fit

 

 

Mittwoch 04.03.2020

 

...und aus der OASE WG 2.1 erreichen uns soeben Bilder einer spannenden Faschingszeit!

 

Liebe geht auch durch den Magen!

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Faschingsfeier 2020 – bei uns darf man allerdings jederzeit die Masken fallen lassen.

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Unsere Hasenflüsterin – auch mitten in Wien findet man den Osterhasen.

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Und das Wichtigste: Kindern und Jugendlichen Wärme und Geborgenheit schenken!

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Mittwoch 04.03.2020

 

Impressionen einer Urlaubsaktion der OASE WG 1.1. Weil schifoan is des leiwandste...

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Montag 24.02.2020

 

Unsere Mitarbeiter*innen stellen sich vor - heute:

 

 Andree Vollmers, M.A. / seit 2013 Pädagogischer Leiter des Wohnverbundes 1 der OASE. Sozialpädagogik. Sozialtherapie. Empowerment. gem. GmbH

Ich bin seit 2001 im Verein OASE bzw. der OASE GmbH tätig und habe in dieser Zeitspanne die Organisation aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennengelernt. Auch konnte ich aus diesen verschiedenen Perspektiven (als Sozialpädagoge, Koordinator, Karenzvertretung in der Verwaltung und Pädagogischer Leiter) das sukzessive Wachsen der professionellen Strukturen miterleben.

Durch die zwölf Jahre, die ich als Sozialpädagoge in der Sozialtherapeutischen Wohngemeinschaft OASE 2 WG 1 sowie als Koordinator der OASE 2 WG 2 tätig war, weiß ich noch sehr gut, wie intensiv die pädagogische Arbeit mit multitraumatisierten Kindern und Jugendlichen ist.

Selbstverständlich liegt der Fokus unserer Arbeit auf der bestmöglichen Begleitung der Kinder und Jugendlichen, damit diese u.a. ein höchstmögliches Maß an Selbständigkeit und Eigenständigkeit erreichen können. Aus meiner Sicht kann es den von uns betreuten Kindern und Jugendlichen aber nur gut gehen, wenn es den Mitarbeiter*innen gut geht. Aufgrund dessen sehe ich es als eine meiner zentralen Aufgaben an, (Arbeits-)Bedingungen zu schaffen, welche es den Teams ermöglichen, sich den Entwicklungsherausforderungen der Kinder und Jugendlichen mit entsprechender Energie widmen zu können.

Als Sozialpädagoge habe ich Walter Eichmanns Ansatz, den WGs auch Autonomie einzuräumen, sehr zu schätzen gelernt. Als Pädagogischer Leiter versuche ich daher, den Teams Freiräume für die Herausbildung von eigenen Schwerpunkten zu lassen, auch weil ich glaube, dass die Zufriedenheit der Kolleg*innen größer sein kann, wenn es genügend Gestaltungs- und Mitentscheidungsmöglichkeiten gibt.

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Wichtig ist mir auch, insbesondere den jüngeren Mitarbeiter*innen immer wieder zu vermitteln, dass das mitunter auffällige (destruktive, impulsive, aggressive) Verhalten unserer Bewohner*innen aus ihrer Sicht durchaus einen „Sinn“ hat und macht. Sie verhalten sich oftmals so, wie sie sich verhalten, weil dies mitunter in ihrem Herkunftssystem eine erfolgreiche Überlebensstrategie war, welche die Kinder und Jugendlichen im Umfeld der Wohngemeinschaft nicht ad hoc ablegen können. Gefragt sind bei unseren Mitarbeiter*innen daher Aushaltemotivation, Geduld und „Marathonqualitäten“.

In Zukunft würde ich es begrüßen, wenn es uns gelingen würde, die zahlreichen Potentiale / Ressourcen unserer Mitarbeiter*innen (z.B. Zusatzausbildungen in Traumapädagogik, Sexualpädagogik, Erlebnispädagogik etc.) vermehrt für unsere Kinder und Jugendlichen nutzen zu können.

 

 

Donnerstag 13.02.2020

 

Unsere Mitarbeiter*innen stellen sich vor - heute:

 

Mein Name ist Bernadette Gusel und ich bin seit 6 Jahren die Pädagogische Leitung des Wohnverbunds 2 der OASE, Sozialpädagogik. Sozialtherapie. Empowerment. gem GmbH.

Seit 25 Jahren in unterschiedlichen Bereichen der Sozialen Arbeit tätig, sehe ich eine wesentliche Aufgabe von Sozialpädagog*innen in der stationären Jugendwohlfahrt darin, Kindern und Jugendlichen (sowie auch deren Herkunftssystemen) Chancengleichheit und Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung und Integration in die Gesellschaft zu sichern.

Die individuellen Bedürfnisse der bei uns lebenden Kinder und ihre speziellen Lebensgeschichten bedingen eine haltgebende Umgebung, in welcher durch passende sozialpädagogische Konzepte und entwicklungsentsprechendem Handlungsspielraum die Selbstwirksamkeit der Individuen sichergestellt und kontinuierlich erhöht werden soll. Die Teams des Wohnverbunds 2 betreuen unter hoher Bezugnahme auf die jeweilige Gruppenkonstellation mit großer Einsatzfreude Kinder und Jugendliche mit sehr speziellen Lebensgeschichten und Bewältigungsmechanismen, die für eine Zeit bei uns leben. Manche kehren nach unserer Betreuung zurück in ihre Familien, andere leben nach Betreuungsende in einer eigenen Wohnung oder einer Folgeeinrichtung.

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Als pädagogische Leitung bin ich als Ergänzung zu den Teams für die fortlaufende Entwicklung und konzeptionelle Ausrichtung, den Einsatz der pädagogischen Maßnahmen im Betreuungsverlauf sowie für die kontinuierliche Vernetzung im Helfersystem, aber auch für Fortbildungen und Organisation eines reibungslosen Ablaufes auch im Krisenfall verantwortlich.

In der OASE fühlen wir uns für die bei uns lebenden Kinder und Jugendlichen verantwortlich und unterstützen diese durch stabile reflektierte Beziehungen bei der Erreichung ihrer Lebensziele. Durch unsere intensive Zusammenarbeit mit den Betreuten können wir wesentliche Entwicklungen anregen und gemeinsam Herausforderungen standhalten.

Persönlich freut mich im Arbeitskontext besonders, dass auch nach vielen Arbeitsjahren mein beruflicher Alltag stets abwechslungsreich und spannend ist und ich in der gemeinsamen Arbeit mit meinen Kolleg*innen in den Teams Freude und positive Überraschungen erlebe. 

 

 

Montag 10.02.2020

 

Die Oase gemGmbH gratuliert dem Schwesternunternehmen Oasis Socialis KIJU zur erfolgreichen Eröffnungspressekonferenz. Mehr Infos gibt es auf der Homepage der Oasis Socialis!

 

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Freitag 13.12.2019

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FICE- INTERNATIONAL FEDERATION OF EDUCATIVE COMMUNITIES – Konferenz  in Tel Aviv Israel

Ende Oktober war unsere Kollegin Dorothea Hartl (Oase 2 TWP2) mit zwei Kolleginnen deren Master Thesen sie im Rahmen deren Studiums am Department Soziales an der FH Campus Wien betreute, beim FICE- (INTERNATIONAL FEDERATION OF EDUCATIVE COMMUNITIES) Kongress in Tel Aviv (Israel).

Der Arbeitsschwerpunkt unserer Kollegin in der Oase liegt in der sozialpädagogischen Begleitung und Betreuung der Zielgruppe der 14/15 bis 18 jährigen Klient*innen die im Trainingswohnen Plus 2 an der Erlangung der individuellen Wohn- und Lebensfähigkeit arbeiten ebenso wie dies auch einen der Forschungsschwerpunkte im Rahmen ihrer nebenberuflichen Lehr- und Forschungstätigkeit darstellt.

Im Rahmen des Kongresses reichten die drei Kolleginnen zwei abstracts beim Call for papers im Februar 2019 ein und wurden im Rahmen des double-blind-review Verfahrens für zwei Vorträge ausgewählt.

Ein Vortrag fokussierte das Thema „Care Leaver in Wien Unterstützung für junge Erwachsene im Übergang von der Fremdunterbringung in ein selbstständiges Erwachsenenleben durch private sozialpädagogische Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Wien“ „Care Leaver in Vienna – Support for young adults in transition from residential care to independence by private institutions oft he child and youth welfare in Vienna“.

Der andere Vortrag konzentrierte sich auf „Der Abschied aus der Kinder- und Jugendhilfe ins eigenverantwortliche Erwachsenenleben. Eine regionale Studie zur Gestaltung des Übergangs in die Lebensabschnittsphase der Eigenständig- und Eigenverantwortlichkeit in ausgewählten Bundesländern“ „Goodbye child and youth welfare system! A Regional Study on Design of the Transition into the Life Face of Autonomy and personal Responsibility“.

Wir freuen uns, dass wir unsere Kollegin Dorothea Hartl bei dieser Studienreise maßgeblich unterstützen konnten und dadurch die Oase ein Maß an internationaler Reputation erhält. Insbesondere, da als Resultat der Vernetzungsarbeit der Kollegin ein Einrichtungsleiter und Kollege aus Israel auf die österreichische, insbesondere Wiener Kinder- und Jugendhilfelandschaft aufmerksam wurde und nun im Dezember 2019 die Oase besuchen wird.

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Donnerstag 5.12.2019

Unsere Schwesternorganisation Oasis Socialis KIJU gemGmbH hat diese Woche ihr neuestes Angebot für Wien namens TURN eröffnet. TURN offeriert sozialpsychiatrische Kleingruppen und richtet sich an Menschen mit einer komplexen psychischen Erkrankung von 12 bis 18 Jahre.  

 

 

Dienstag 22.10.2019

Das Pädagogische Leitungsteam der Oase. Sozialpädagogik. Sozialtherapie. Empowerment gemGmbH:

Von Links nach Rechts: Nina Budynkiewicz (Sozialtherpautische Kleingruppe), Andree Vollmers (WVB 1), Bernadette Gusel (WVB 2), Walter Eichmann (Geschäftsführung)

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Donnerstag 10.10.2019

Unser neues Organigramm soll für Orientierung nach unserem Organisationsumbau sorgen. Die ehemalige "Oase 4" wird nun als "Sozialtherapeutische Kleingruppe" geführt, die frühere "Oase 3" nennt sich nun "Twist".

Link: http://www.oasegmbh.at/index.php/ueber-uns/organigramm 

 

 

Mittwoch 25.09.2019

Unser mittlerweile traditionelles Sommerfest fand heuer im Sepember statt. Auf der Marswiese wurde gegrillt, Fußball gespielt und mit großem Interesse geklettert. 

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Donnerstag 22.08.2019

Es war tatsächlich ein aufregender Sommer für uns:

* Am 1. Juli haben wir eine große Strukturreform umgesetzt und aus einem Verein und einer gemeinnützigen GmbH wurden drei gemeinnützige GmbHs.

* Vor zwei Wochen hat die Stellenausschreibung für das neuerste Angebot unserer Schwesternorganisation Oasis Socialis KIJU begonnen. Ab Dezember werden je vier Jugendliche in zwei sozialpsychiatrischen Kleingruppen in engster Kooperation mit dem PSD Wien begleitet (www.oasis-socialis.at). 

* Anfang dieser Woche wurde unser Geschäftsführer, Mag. Walter Eichmann, als Pionier ingeladen, beim Europäischen Forum Alpbach (https://www.alpbach.org/de/) die TRANSITION vorzustellen. 

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Sonntag 30.06.2019

Aufgrund des steten Wachstums und des mittlereile sehr vielfältigen und ausdifferenzierten Angebotes des Vereins Oase und dessen Kooperationsorganisation, der Oasis Socialis gemGmbH, wird der Verein Oase mit dem 1. Juli 2019 organisatorisch umgebaut.

Aus dem Verein Oase wird die OASE. Sozialpädagogik. Sozialtherapie. Empowerment gemeinnützige GmbH. Die derzeitige Oase 3 (Sozialpsychiatrische Wohngemeinschaften) wird in die Oasis Socialis KIJU gemeinnützige GmbH überführt und im WInter mit einem weiteren, innovativen Angebot berreichert. Haltung, Teams und alle Angebote bleiben 1:1 in der gewohnten Qualität erhalten.

Hier finden Sie den Link zum offiziellen Schreiben des Gründers und numnehrigen Gschäftsführers Mag. Walter Eichmann: Offizielle Erklärung

 

 

Montag 27.05.2019

Am 23. Mai fand in unserer Partnerorganisation, der Oasis Socialis gemGmbH Transition, der erste Fachnachmittag der offenen Tür statt. Wir haben ein paar Impressionen für Sie:

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Donnerstag 14.03.2019

Das neue Jahr brachte einige Neuerungen mit sich. Aktuell stellen wir organisationsübergreifend auf ein digitales, datenbankbasiertes Dokumentationsprogramm um. Hier der Link zu unserem Technikpartner: www.daarwin.de 

 

 

Freitag 14.09.2018

Unser Partnerprojekt "Transition" bekam vor einigen Tagen Besuch von den FSW-LeiterInnen des Fachbereiches Wohnen. Wir freuen uns über das rege Interesse und den spannenden Austausch.

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Donnerstag 05.07.2018

DIe Wohngemeinschaft "1-3" ist in ein neues Objekt in den 10. Bezirk umgezogen. Nun haben alle BewohnerInnen Einzelzimmer - ihren sicheren Ort. Wir wünschen einen tollen Start!

 

Montag 30.04.2018

Am 16.04. hat das Angebot "Transition" unserer Schwesternorganisation Oasis Socialis gemGmbH eröffnet. Folgen sie diesem Link, um nähere Informationen zu erhalten: http://www.oasis-socialis.at

 

Dienstag 16.01.2018

DIe Fotos der ProMente- Tagung sind da! Es war eine große Ehre dort über 20-Jahre Verein Oase und das neue Projekt "Transition" vortragen zu dürfen.

 

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Mittwoch 10.01.2018

Auch im neuen Jahr steht neben der täglichen Arbeit mit den Kinder und Jugendlichen auch Vortragstätigkeiten am Programm. Gründer und Gesamtleiter Mag. Walter Eichmann sowie Pädagogischer Leiter Wolfgang Haydn, MA werden morgen im Zuge des von Prim. Dr. Karl August Steinberger geleiteten Workshops "Kinder & Jugendpsychietrie" jeweils ein Impulsreferat halten. Themen sind die spezialisierten Angebote des Vereins sowie das neue Projekt "Transition".

 

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Donnerstag 21.12.2017

Der Verein Oase wünscht allen derzeitigen und ehemaligen BewohnerInnen, MitarbeiterInnen, PartnerInnen und Interessierten schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins' neue Jahr!

 

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Freitag 15.12.2017

Die Kollegen Andree Vollmers und Wolfgang Haydn haben am 7.12. einen Vortrag bei der Tagung "High Noon" des Pflegenetzwerkes gehalten. 

Link zur Nachlese: https://www.pflegenetz.at/high-noon-2017/

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Freitag 01.12.2017

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Die Planungen unserer sogenannten Winterurlaubsaktionen mit einer Vielzahl an freizeit- und erlebnispädagogischen Angeboten, haben begonnen.

Wir danken unserem neuen Kooperationspartner, für die tolle Unterstützung!

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Montag 13.11.2017

Im Menüpunkt "Inhaltliches" finden Sie nun unter "Detailkonzepte" einige unserer Konzepte zum Download.

 

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Dienstag 07.11.2017

Morgen sind wir von 10h bis 15h auf der Job- und Karrieremesse "karriere.netzwerk" in der FH St. Pölten zu finden.

Link zur Veranstaltung: https://www.fhstp.ac.at/de/audiences/studierende/karriere-messen/karriere-netzwerk 

Wir freuen uns auf Sie!

 

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Freitag 20.10.2017

Unsere BeWos heißen nun "TrainingsWohnenPlus"! 

Warum? Unser Konzept bietet eine weit intensivere Betreuungsleistung (zB auch Nachtdienste) als bekannte BeWo-Konzepte. Die Namensänderung wird rasch auch im Kontaktformular umgesetzt sein. 

 

 

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Donnerstag 19.10.2017

Vor einer Woche ist unsere 20-Jahre -Feier mit 70 Gästen über die Bühne gegangen. Auf die bemerkenswerten Begrüßungsworte von GR. Mag. Marcus Gremel und Mag. Manfred Hahn, folgten die Vorträge von Mag. Walter Eichmann, Dr. Frottier und unserem Ehrengast, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Thiersch. 

Der Verein Oase möchte sich auch an dieser Stelle bei allen MitarbeiterInnen, UnterstützerInnen und PartnerInnen herzlich bedanken!

  

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Montag, 18.09.2017

Der Verein Oase hat heuer sein 20-jähiges Bestehen und feiert dies am 12. Oktober 2017 mit seinen Partnern und MitarbeiterInnen.

Die Bergüßungsworte sprechen GR Mag. Marcus Gremel und Mag. Manfred Hahn (MA11 Dezernat 6).

Die Keynotes von Dr. Patrrick Frottier und Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Thiersch werden später auf unserer Homepage zum Nachsehen zur Verfügung stehen.